PhotoModeler /PhotoModeler Scanner 2010

Merkmale und Vorteile der neuen Versionen

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Neue Produktstruktur

Ab der Version 2010 existieren nur noch die beiden Basisprodukte PhotoModeler und PhotoModeler Scanner. Der Modul PCT (automatisierte Projektbearbeitung unter Verwendung codierter Zielmarken) ist bereits in den Basisprodukten enthalten, daher entfällt das frühere Basisprodukt PhotoModeler Automation. Die Zusatzmodule PMV (Bahnverfolgung bewegter Punkte oder Objekte durch Video-Auswertung von Mehrfach-Kamerakonfigurationen) und IDLZ (perspektivische Anpassung von Fotos für die Integration in computer-generierte Objekte und Szenen) sind weiter verfügbar, wobei IDLZ ebenso wie PCT auch Teil des Basisprodukts PhotoModeler Scanner ist.

Geschwindigkeit

Prozesse, die auf allen Computern nun wesentlich schneller ablaufen, sind u.a.

  • Globale Optimierung
  • Automatische Markierung
  • Kamerakalibration
  • Bildverarbeitung
  • Texturextraktion
  • Flächenmodellierung (PM Scanner)
  • Netzerzeugung (PM Scanner)

Auf Rechnern mit Multiprozessortechnik werden viele dieser Prozesse und weitere noch zusätzlich stark beschleunigt. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht den mittleren Geschwindigkeitsgewinn von PhotoModeler (Scanner) 2010 gegenüber der Vorgängerversion für einige typische Funktionen auf Rechnern mit Einkern- und Mehrkern-Prozessoren:

Erläuterung: "Processing 1 / 2" bezieht sich auf die Berechnung von ca. 1000 3D-Punkten in einem Projekt mit ca. 100 / 350 Fotos, "DSM 1 / 2" (Dense Surface Modeling) auf die Vernetzung von 500.000 / 50.000 3D-Punkten in einem Projekt mit zwei / einem Paar von Stereo-Fotos.

Arbeitsablauf

Außer einer außergewöhnlich hohen Beschleunigung bei den zentralen Funktionen bietet die neue Software auch einige sehr nützliche Verbesserungen im Arbeitsablauf.

Projektüberwachung und Statusanzeige

Status, Qualität und weitere wesentliche Parameter eines Projekts werden angezeigt und stetig aktualisiert. Jedes Element lässt sich zu Verbesserungszwecken analysieren. Die Anzeige kann projektspezifisch eingestellt werden.

Neuer Externer Geometrie Explorer (EGE)

Mit brandneuen Funktionalitäten werden die (Neu-)Orientierung und Skalierung sowie die individuelle Vermessung und Überprüfung von Modellen in unterschiedlichen Koordinatensystemen über Kontrollpunkte und Multipunkt-Konfigurationen (affine Transformationen) wesentlich erweitert und vereinheitlicht.

Integration in Geo-Koordinatensysteme

Bereits vorliegende 2D- oder 3D-Koordinaten (Vermessung, GPS, Google Earth,…) werden umfassend verstanden und in andere Datenrepräsentationen und Koordinatensysteme konvertiert. Ortho-Fotos (GeoTIFFs) und Dateien mit Geo-Informationen für nachfolgende Anwendungen können exportiert werden.

Neue Kamerakalibration

Zusätzlich zur bestehenden Methode mit einer einzelnen Vorlage mit Codemarken ist es nun auch möglich, die Kalibration mit mehreren Vorlagen an unterschiedlichen Postionen durchzuführen. Auf diese Weise lässt sich die Kalibration besser und mit höherer Genauigkeit an reale Szenen anpassen.

Vermaßte Objekte auf Fotos

Ähnlich wie in CAD-Zeichnungen können in Fotos permanent Objekte und Features eingetragen und mit Maßangaben und Beschreibungstexten versehen werden. Editierbare Maßtabellen werden angelegt.

Weitere interessante Neuerungen

  • Neugestaltete und verbesserte / modernisierte Bedieneroberfläche und Dialogfenster
  • Punktwolken und Gitternetzbearbeitung in PhotoModeler Scanner mit Komponenten der Software Leios von EGS, schnelle Bearbeitung, sehr gute Ergebnisse, vereinfachte Lizenzierung
  • Wartung gegen eine jährliche Gebühr (optional), umfassend Update- und Supportleistungen
  • Assozierte Objektselektion (gleichzeitige und gleichfarbige Anzeige der mit einem selektierten Objekt verbundenen Elemente in allen geöffneten Ansichten)
  • Automatisches Fitten von NURBS-Kurven durch selektierte Punkte
  • Neue Polygonfunktion (Verbinden von 3D-Punkten durch gerade Liniensegmente)
  • Objekt-Information per Maus (automatische Anzeige beim Anfahren eines selektierten Objekts)
  • Verbesserte Kontrolle des CAD-Exports durch Objekt-Organisation in Schichten (Layer-Technik)
  • Direkte Abspeicherung von Punktgittern in der Projektdatei (einfachere Handhabung und Archivierung von Projekten mit Netzflächen)
  • Verbesserte und vereinfachte Lizenzübertragung (vor allem bei PhotoModeler Scanner)
  • Gleichartige Behandlung von Gitternetzen und anderen Flächen in PhotoModeler Scanner für einfachere(n) Export, Texturierung, etc.
  • Implizite Zuweisung von 3D-Mittelpunkten zu geschlossenen Kreisen (zu Vermessungs- oder Konstruktionszwecken)
  • Unterstützung neuer Importfomate für Bilder: Jpeg2000 (*.jpx/*.jp2), Paint Shop Pro (*.psp), HD Photo (24-bit) *.hdp/*.wpd, und Portable Bitmap (.pgm)
  • Neuer Projekt-Backup (Zusammenstellen und Komprimieren der Projekt-Datei und aller Projekt-Bilder in ein Komplettpaket zur Speicherung oder Übertragung)
  • Vereinfachtes Regeln des Zoomfaktors über das Mausrad
  • Konturtabelle (PhotoModeler Scanner) mit Auflistung von Konturen und spezifischen Zusatzinformationen (zugehöriges Punktgitter etc.)
  • Konturprojektion (PhotoModeler Scanner) zur Projektion berechneter Konturen auf die Fotos
  • Über 100 weitere Korrekturen und Verbesserungen

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PhotoModeler Scanner

Als weiterer herausragender Meilenstein in der Entwicklung von PhotoModeler steht ab sofort das neue Produkt PhotoModeler Scanner zur Verfügung. Während Objekte und Szenen bisher über einzelne Messpunkte und Konturen rekonstruiert werden konnten, ermöglicht dieses neue Programm zusätzlich die Erzeugung von dichten Punktwolken und Gitternetzen und ermöglicht damit die detailreiche Modellierung von Objektoberflächen (DSM "Dense Surface Modeling"). PhotoModeler Scanner beinhaltet die leistungsstarke VRMesh Reverse Library, so dass keine separate interaktive Nachbearbeitung wie Rohdatenerzeugung, Triangulation und Filterung notwendig ist.

PhotoModeler Scanner bietet alles das, was man für die Erzeugung und den Export von 3D Modellen aus Fotos benötigt. Dabei kann von einer Fingerspitze bis hin zu einem Berg unabhängig von der Größe alles eingescannt werden.

PhotoModeler Scanner bietet außerdem alle Funktionen des Basisprogramms PhotoModeler plus der Möglichkeit der Oberflächenmodellierung. PhotoModeler Scanner beinhaltet außerdem zusätzlich noch die PhotoModeler Module Coded Targets und Idealize. Für Anwender, die bereits das Basisprogramm PhotoModeler besitzen und erfolgreich anwenden gibt es die Möglichkeit den PhotoModeler mit der Erweiterung PhotoModeler Scanner "Trade Up" aufzuwerten.

 

Wie funktioniert der PhotoModeler Scanner

Der DSM-Algorithmus benutzt die in PhotoModeler Scanner vororientierten Fotos und vergleicht diese miteinander um Überlappungsgebiete zu finden. Wenn eine gute Übereinstimmung zwischen den Fotos gefunden wurde, verwendet PhotoModeler Scanner die Informationen aus der kalibrierten Kamera und der Orientierung der Fotos um eine korrekte 3D Position des Oberflächenpunktes im Objekt zu berechnen. So benötigt der PhotoModeler Scanner keine Referenzpunkte, Laser oder Streifenlichtprojektion um ein vollwertiges 3D Modell zu berechnen.

Um jedoch ein Oberflächenmodell berechnen zu können sind einige Anforderungen nötig:

Anforderungen an die Fotos:

Die benutzten Fotos sollten parallel oder annähernd parallel orientiert sein. Der Abstand zwischen Kamera und Objekt sollte jeweils bei allen Bildern gleich groß, außerdem müssen die einzelnen Bilder Überlappungsgebiete vorweisen.

Anforderungen an das aufzunehmende Objekt::

Die Oberfläche des zu modellierenden Objekts muss ungleichmäßige Strukturen/Texturen haben (z.B. Wände, Steine, Holz, etc.). Bei gleichmäßigen Texturen/Strukturen (metallische Oberflächen, Glas, etc) ist eine Oberflächenmodellierung mit dem PhotoModeler Scanner nur sehr schwer möglich. Bei solchen Objekten muss eine ungleichmäßige Struktur erst künstlich erzeugt werden.

 

Anwendungsgebiete

Der PhotoModeler Scanner ist ideal für fast alle Einsatzbereiche, wie zum Beispiel:

Medizin:

Architektur:

Unfallrekonstruktion/Kriminalistik:

 

Animation:

 

Vermessung:

Und vielen anderen.

 

Vergleich Laserscanner/Streifenlichtscanner - PhotoModeler Scanner

PhotoModeler Scanner Vorteile:

  • geringe Anschaffungs- und Betriebskosten
  • einfach zu transportieren, da nur eine Kamera nötig ist
  • geringe Aufnahmezeit, da die ganze Nachbearbeitung im Büro am Rechner vorgenommen werden kann
  • es ist kein stabiler Untergrund nötig
  • bewegliche und unstabile Objekte oder Szenen können (bei der Benutzung synchronisierter Kameras) können gescannt werden
  • sehr kleine Objekte können gescannt werden (falls sie fotografiert werden können und eine Textur haben)
  • sehr große Objekte und aus sehr großen Entfernungen kann gescannt werden
  • keine besonderen Schutzvorkehrungen für das Auge sind nötig
  • Ausgabe ist ein hochwertiges 3D Modell mit Textur

Hinweis:

PhotoModeler Scanner existiert derzeit nur in englischer Sprache. Generell wird von den Anwendern jedoch bestätigt, dass die Bedienung des Programms mit Hilfe der ausgezeichneten Multimedia-Lektionen sehr einfach und schnell zu erlernen ist. Support, Hotline und Zusatzdokumente in deutscher Sprache sind verfügbar.

Mit der Demoversion können nur mitgelieferte Bilder bearbeitet werden. Um eigene Bilder in der Demoversion zu bearbeiten benötigen Sie einen Freischaltcode. Diesen können Sie bei uns beantragen und ist für 10 Tage gültig. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

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